Altersgerechte Wohnraumanpassung: Zuhause bleibt’s am schönsten!

Gibt es Möglichkeiten, die eigenen vier Wände ideal fürs altersgerechte Wohnen umzugestalten? Die gibt es.

Wir verraten, was man tun kann und wie Sie von der Pflegeversicherung hilfreiche Zuschüsse erhalten. 

 

 

 

 

 

 

 

Wer in jüngeren Jahren Wohnraum kauft oder mietet, denkt selten an die Zeit, die eines Tages kommen wird: das Alter. Wenn Treppenlaufen zur Herausforderung wird, fehlende Markierungen zur Stolperfalle, die Dusche unerreichbar erscheint und die Küchenarbeitsplatte für Menschen im Rollstuhl nutzlos, stehen wir vor neuen Herausforderungen.

 

Die gute Nachricht: Es gibt Möglichkeiten zur Wohnraumanpassung. Und es gibt sogar solche, die von Pflegekassen übernommen werden. So soll es älteren Menschen bzw. behinderten Menschen ermöglicht werden, möglichst lange und dabei unabhängig in den eigenen vier Wänden wohnen bleiben zu können. Welche Voraussetzungen für Zuschüsse erfüllt sein müssen und wie Maßnahmen im Einzelfall aussehen können, verraten wir Ihnen hier.

 

Pflegeversicherungen sprechen von „wohnumfeldverbessernde Maßnahmen“

Die Pflegeversicherung nennt solche Umbauten, die zur Sicherheit und Nutzbarkeit der eigenen vier Wände beitragen, „wohnraumverbessernde Maßnahmen“. Der Zuschuss, den Pflegekassen für derartige Maßnahmen – also Umbauten – bewilligen, beträgt maximal pro Maßnahme bis zu 4.000€ pro pflegebedürftige Person. Leben mehrere Personen in einer Wohngemeinschaft, werden ebenfalls pro Person maximal 4.000€ bewilligt und zusammengenommen maximal 16.000€.

 

Voraussetzungen für den Zuschuss der Versicherung

Wenn Sie für sich oder für eine angehörige Person einen Zuschuss für entsprechende Umbauten beantragen möchten, muss eine Voraussetzung erfüllt sein: Diejenige Person muss einen anerkannten Pflegegrad haben. Außerdem müssen die Umbauten eine häusliche Pflege ermöglichen, sie erleichtern oder zu einer selbstständigeren Lebensführung beitragen.

 

Beispiele für Maßnahmen zur Wohnraumanpassung

So weit zu den Bestimmungen. Doch was kann eigentlich alles als Maßnahme durchgeführt werden? Hier finden Sie einige Beispiele:

 

  • Einbau und Installation eines Treppenlifts
  • Rutschsichere Ausstattung von Treppen, Stufen und Böden
  • Anbringung eines beidseitigen Treppengeländers
  • Einbau gut erreichbarer Lichtschalter, Steckdosen und Klingeln
  • Einbau einer barrierefreien Dusche, eines Badewannenliftes, WCs und entsprechender Haltegriffe
  • Absenken von Hängeschränken und Bad und Küche
  • Höhenanpassung von Einrichtungsgegenständen
  • Vergrößerung von Türrahmen
  • Schaffen von Orientierungshilfen bei Sehschwäche und -behinderung
  • Einbau von Gegensprechanlagen bzw. Notrufen

 

Auch wenn es im Einzelfall immer individuell zu prüfen gilt, welche Maßnahmen helfen, sind das die klassischen und am häufigsten umgesetzten Maßnahmen.

 

Wichtig zu wissen ist, dass natürlich mit der Zeit kein Zustand so bleibt, wie er ist: Wenn die Pflegebedürftigkeit zunimmt, können möglicherweise erneut Zuschüsse für Maßnahmen bewilligt werden. Fragen Sie hier bei erneuter Notwendigkeit immer bei der Pflegeversicherung nach.

 

Übrigens: Wenn es vor Ort nicht möglich ist, entsprechende Umbauten zu treffen oder diese nicht im Verhältnis stehen, bleibt vielleicht nur noch ein Umzug. Sprechen Sie hier unbedingt mit Ihrer Pflegeversicherung. Auch ein Umzug kann als wohnumfeldverbessernde Maßnahme gelten.

 

Tipps zur Antragstellung

Wenn Sie Umbauten anstreben, warten Sie mit der Umsetzung der Maßnahmen erst auf die Bewilligung. Es kann sein, dass während der Arbeiten oder im Nachhinein aus irgendwelchen Gründen kein Zuschuss bewilligt wird. Beantragen Sie die Maßnahmen mit einer vollständigen Beschreibung der Baumaßnahme und entsprechender Begründung. Fügen Sie möglichst einen Kostenvoranschlag der Handwerker bei, damit die Versicherung weiß, wie Ihre Erwartung aussieht.

 

Fazit: Wohnraumanpassung ist gut für Betroffene und wird bezuschusst

Es ist sehr erstrebenswert, so lange wie möglich in der eigenen, vertrauten Umgebung zu bleiben. Ob im Alter oder mit einer Behinderung. Für Betroffene sind die eigenen vier Wände in der Regel genau das, was ihnen am meisten Sicherheit und Halt in ihrer Situation gibt. Und solange dies keine Isolation oder Vernachlässigung von Hygiene und Versorgung bedeutet, ist es sinnvoll, alles in Bewegung zu setzen, um eben jenes Umfeld barrierefrei in jeder Hinsicht zu gestalten.

 

Wir sind für Sie da

Sie sind betroffen oder Angehöriger und wissen nicht genau, wo Sie anfangen sollen? Oder Sie sind schon mitten im Prozess, brauchen Hilfe für die nächsten Schritte oder haben eine Absage der Pflegeversicherung erhalten? Sprechen Sie uns an. Gemeinsam schauen wir, wie es weitergehen kann und welche Optionen Sie darüber hinaus haben, um barrierefreies Wohnen in die Tat umzusetzen.

 

Rufen Sie uns jetzt an unter 089 80 99 027 00 oder kontaktieren Sie uns unter info@famplus.de. Wir freuen uns von Ihnen zu hören!

 

von Jana Lorenz

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