Mut zur Veränderung: Mit diesen 10 Tipps endlich raus aus der Gewohnheit!

Mut zur Veränderung: Mit diesen 10 Tipps endlich raus aus der Gewohnheit!

Wir Menschen sind Gewohnheitstiere und neigen dazu, Dinge auszusitzen. Schließlich sind wir wahre Meister darin, Defizite an anderer Stelle zu kompensieren – und somit gekonnt zu übergehen, zu verdrängen und einfach zu ertragen. Doch was, wenn eine Situation irgendwann so erdrückend wird, dass sie uns richtig stört, unglücklich und vielleicht sogar krank macht? Wir geben wertvolle Impulse, wie Sie den Mut zur Veränderung aufbringen und Ihrem Leben endlich eine neue Richtung geben können. Los geht es mit diesen 10 Tipps!

Das Leben ist ein Dschungel

Das Leben ist äußerst komplex und dabei ständig in Bewegung. Wie wir uns entscheiden, warum wir das tun und warum wir auch manches Mal einfach gar nichts tun, hängt von vielen Faktoren ab: uns selbst, unseren Erfahrungen, Menschen in unserem Umfeld, unserer Umgebung, finanziellen Faktoren und vielen weiteren Aspekten. Da kann es sich manchmal schon anfühlen, als seien wir ins Dickicht eines Dschungels geraten. Und selbst wenn wir es ganz löblich geschafft haben, einen Weg solide auszubauen, könnten da noch andere Wege offenbart werden, die uns an viel paradiesischer Ort führen als an dem Ort, an dem wir jetzt sind. Vor allem, wenn wir feststellen, dass dieser eine Weg hier ausgelatscht ist. Denn dann wird es öde und unangenehm.

Die meisten Menschen kennen es: Themen mit Verbesserungspotenzial

Es können ganz banale Dinge sein, die wir gerne ändern würden: die Schokolade am Abend wegzulassen, sich anzugewöhnen, gleich morgens die Betten zu machen, oder statt sofort los zu meckern, wenn einem etwas nicht passt, seine Gefühle auf eine konstruktivere Art mitzuteilen. Es gibt aber auch einschlagender Themen: Passt der Job, den ich habe, noch zu mir? Fühle ich mich an meinem Wohnort noch wohl oder möchte ich in eine andere Stadt, vielleicht sogar in ein anderes Land? Liebe ich meinen Partner noch oder hält uns vielleicht nur noch die Gewohnheit zusammen? Die Liste an Fragen ist lang. Manchmal wissen wir sogar schon die Antwort darauf. Doch auch wenn eine Veränderung eigentlich angesagt wäre, fällt uns der Schritt der Umsetzung besonders schwer. Wie gelingt es uns also, unserem Leben endlich eine neue Richtung zu verleihen?

Tipp 1: Die Findungsphase

Haben Sie keine Angst vor kritischen Fragen und stellen Sie sie sich ganz ehrlich. Nehmen Sie sich Zeit für die Antwort und schreiben Sie diese ganz ungefiltert am besten auf ein Blatt Papier auf. Das hilft, um Klarheit über das, was man wirklich will, zu gewinnen.

Tipp 2: Pro und Kontra

Wenn Sie eine Veränderung wollen, spielen Sie in Gedanken durch, was sich alles durch diese Veränderung tatsächlich ändern würde. Sortieren Sie diese Veränderungen in eine Pro- und Kontra-Liste ein und zählen Sie nach, was hier überwiegt, bzw. welche Aspekte vielleicht von ihrer Werthaltigkeit wichtiger sind.

Tipp 3: Die innere Haltung

Ganz wichtig ist es, die innere Haltung so auszulegen, dass Sie wirklich von einer Veränderung, die Sie vollziehen wollen, überzeugt sind. Klar, Zweifel sind menschlich und gehören immer mit dazu. Aber manchmal sollte man sich einfach ins Ungewisse wagen, um festzustellen, ob hier nicht doch das Paradies liegt. Um die innere Haltung zu polen, gönnen Sie sich tägliche Meditationseinheiten von ca. 5–10 Minuten. Sie finden im Internet jede Menge geführte Meditationen zu dem Thema, falls Sie sich selbst noch nicht sicher genug für die stille Mediation fühlen.

Tipp 4: Der Perspektivwechsel

Was würden Sie Ihrer besten Freundin oder Ihrem besten Freund empfehlen, wenn sie oder er Ihnen die Situation schildern würde? Genau diesen Ratschlag dürfen Sie gerne auch sich selbst geben – und zwar ohne Kompromisse.

Tipp 5: Das Coaching

Professionelle Unterstützung ist bei Sinnfragen wirklich hilfreich und nicht nur der Schlüssel zu mehr Klarheit, sondern auch ein wertvoller Wegweiser. Es gibt viele tolle Coaching-Angebote, die bei den großen Fragen des Lebens unterstützen. Auch eine Psychotherapie ist längst nicht mehr das, was viele lange suggeriert haben – nämlich der Platz auf der Couch – sondern kann effektiv und sehr smart dabei helfen, Lebensveränderungen bekömmlich umzusetzen.

Tipp 6: Der Weg ist das Ziel

Selbst wenn Ihnen eine ziemlich gravierende Veränderung vorschwebt, können Sie diese doch im Kleinen beginnen. Kleine Schritte helfen, sich nicht zu übernehmen und sich tatsächlich zu trauen. Sie suchen einen neuen Job? Beginnen Sie damit, Ihre Bewerbungsmappe auf Vordermann zu bringen. Selbst ohne Stellengesuch ist das ein guter Anfang, der den Weg ebnet. Sie möchten in eine andere Stadt umziehen? Organisieren Sie einen Wochenendtrip in jene Stadt, die Sie anpeilen und kommen Sie erst einmal zu Besuch. Sie möchten sich von Ihrem Partner trennen? Raffen Sie sich auf und kommunizieren Sie ganz ehrlich, was Sie stört – erst einmal, ohne Ihre Trennungsabsichten mitzuteilen. Das kann im ersten Schritt schon befreien.

Tipp 7: „Probe“-Umgebungen schaffen

Wenn es Veränderungen sind, die vor allem Ihre Routinen betreffen, können Sie sich auch erst einmal kleine Zeiträume vornehmen. Also nicht gleich ein „für immer“ darüber setzen, sondern nur erst einmal eine 7-Tage- oder 30-Tage-Challenge daraus machen. Dann fühlt es sich nicht so endgültig an und hilft, die Veränderung einfach mal auszuprobieren.

Tipp 8: Die Abgrenzung

Sie treffen bei Ihrer Veränderung auf Kritiker? Grenzen Sie sich im gesunden Maße ab. Vergegenwärtigen Sie sich, dass Sie Ihre Veränderung für sich tun und nicht für andere. Sie wissen, was Sie dabei bewegt. Und das ist wichtiger als das, was andere denken.

Tipp 9: Die Akzeptanz

Etwas hat bei der Umsetzung nicht so geklappt, wie Sie es sich gedacht haben? Vielleicht standen Sie sich auch selbst im Weg? Versuchen Sie hier, gnädig zu sein, alles als Teil des Prozesses zu sehen und Zustände ohne Wertung zu akzeptieren. Dann können Sie ganz in Ruhe neu ansetzen. Wer weiß, vielleicht sind Sie ja durch Fehler oder Rückschläge sogar klüger geworden?

Tipp 10: Der Durchbruch

Wenn Sie alle Schritte bis hierhin beherzigt haben, wird sich der Weg zurück vielleicht unangenehmer anfühlen als der Weg der Veränderung. Sie sind mental und vielleicht auch schon praktisch mit einem Bein so sehr in der Veränderung drin, dass es nicht mehr viel braucht, tatsächlich neue Wege zu gehen. Glückwunsch – dann nichts wie los. Tun Sie es und durchbrechen Sie den Kreis der Gewohnheit.

Komfortzonen sind gut. Neuland ist besser.

Komfortzonen sind eine gute Sache. Sie geben uns Sicherheit, erleichtern das Leben und machen es angenehm. Doch ist das gleichzeitig auch immer das Optimum? Wir Menschen sind nicht nur Gewohnheitstiere, sondern eben auch ständig in Bewegung. Scheuen Sie sich nicht davor, Missstände auch einfach mal als Anlass zu nehmen, etwas zu ändern. Bleiben Sie neugierig und fangen Sie an, Ungewisses als große Chance zu sehen. Schöpfen Sie daraus Kraft und vergegenwärtigen Sie sich, dass jede Tür, die Sie schließen, auch immer eine neue aufgehen lässt. Freuen Sie sich darauf!

von Jana Lorenz (zuletzt aktualisiert am 30.12.22)

Quellen

Psychologie Heute Compact 51: Mut zur Veränderung. (o. D.). Abgerufen am 21. Dezember 2022
Das Schwierigste fürs Gehirn: Gewohnheiten ablegen. (25. August 2013). Abgerufen am 18. Dezember 2022
Neubauer, Mag. Sylvia: In 8 Schritten alte Gewohnheiten ablegen. (22. Dezember 2014) . Abgerufen am 21. Dezember 2022
Frericks, Siri: Gewohnheiten verstehen: So tust du dir langfristig Gutes. (o. D.). Abgerufen am 18. Dezember 2022

 

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